
Inhaltsverzeichnis
- Die PENNY DEL als Wett-Liga: Zahlen und Struktur
- DEL-Quoten im Vergleich: Margen und Verfügbarkeit
- Verfügbare Wettmärkte für DEL-Spiele
- TV und Streaming: MagentaSport, DF1 und ihre Wettrelevanz
- DEL-Playoffs: Wettmuster und Besonderheiten
- DEL vs. NHL für Wetten: Wo liegen die Unterschiede?
- Strategieansätze speziell für DEL Wetten
- Häufige Fragen zu DEL Wetten
Die DEL ist die am meisten unterschätzte Eishockeyliga für Sportwetten in Europa. Ich weiß das, weil ich sie jahrelang selbst unterschätzt habe. Mein Fokus lag auf der NHL, den großen Zahlen, den tiefen Datensätzen. Bis ich realisiert habe, dass genau dieser Tunnel bei den meisten Wettern und – wichtiger noch – bei den Wettanbietern besteht. Die drittbeste Eishockeyliga Europas, mit einer Hallenauslastung von über 93 Prozent in der Saison 2025/26, einem Zuschauerschnitt, der den europäischen Rekord hält, und einem wachsenden Medieninteresse – und trotzdem behandeln die meisten Anbieter die DEL wie eine Nebenliga.
Gernot Tripcke, der Geschäftsführer der PENNY DEL, hat es passend ausgedrückt: Die Auslastung von über 93 Prozent sei ein Wert, auf den die Liga und ihre Clubs stolz sein können. Für Wetter hat diese Begeisterung eine konkrete Bedeutung: Hohe Zuschauerzahlen korrelieren mit einem stärkeren Heimvorteil, und ein intensives Hallenumfeld beeinflusst die Spieler messbar. Gleichzeitig signalisiert das Wachstum der DEL den Wettanbietern, dass sich Investitionen in tiefere Wettmärkte und bessere Quoten lohnen. Was heute noch ein begrenztes Angebot ist, wird in zwei bis drei Jahren vermutlich deutlich breiter aufgestellt sein.
In diesem Artikel zeige ich Ihnen, warum die DEL für Eishockey-Wetten mehr Potenzial bietet, als die meisten glauben, und wie Sie dieses Potenzial nutzen. Die Daten, die ich präsentiere, sind exklusiv in dem Sinne, dass kein anderer Wettleitfaden im deutschsprachigen Raum die DEL-Zuschauer-, Medien- und Auslastungszahlen in dieser Tiefe mit der Wettrelevanz verknüpft.
Die PENNY DEL als Wett-Liga: Zahlen und Struktur
Letzte Saison saß ich in einer ausverkauften DEL-Arena, das Eis vibrierte unter den Schlittschuhen, 8 000 Zuschauer machten einen Lärm, der an NHL-Playoff-Atmosphäre erinnerte. Das war kein Ausnahmeereignis – das ist der Alltag der PENNY DEL.
Die Zahlen bestätigen den Eindruck. Der Zuschauerschnitt der DEL liegt in der Saison 2024/25 bei 7 746 pro Spiel – europäischer Rekord unter den Eishockeyligen. Insgesamt strömten 3,33 Millionen Zuschauer in die DEL-Arenen, ebenfalls ein Rekord. Die Auslastung der Hauptrunde lag bei 90,1 Prozent, in den Playoffs kletterte sie auf 96 Prozent. In der laufenden Saison 2025/26 wurde sogar die Marke von 93 Prozent Gesamtauslastung überschritten – ein absoluter Bestwert in über 30 Jahren Ligageschichte. Zum Vergleich: Die schwedische SHL, die sportlich als stärker gilt, erreicht im Schnitt deutlich niedrigere Zuschauerzahlen. Die DEL kompensiert den sportlichen Abstand durch eine Fanbasis, die in Europa ihresgleichen sucht.
Gernot Tripcke beschreibt die Dynamik so: Wer einmal zum Eishockey kommt, bleibt dabei und wird angesteckt. Die Fanbasis wächst kontinuierlich. Für Wetter ist das relevant, weil wachsende Zuschauerzahlen ein Signal für die langfristige Stabilität und Attraktivität der Liga sind – und damit für die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Wettanbieter ihr DEL-Angebot ausbauen.
Strukturell besteht die DEL aus 14 Teams, die eine Hauptrunde von 52 Spielen pro Mannschaft abspielen. Es folgen Pre-Playoffs, Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Die Liga kennt seit der Saison 2020/21 wieder den Abstieg – ein Faktor, der die unteren Tabellenplätze dramatisiert und für Wetter zusätzliche Spannung schafft, weil abstiegsgefährdete Teams unberechenbarer agieren als Teams im gesicherten Mittelfeld.
Die wirtschaftliche Dynamik der DEL unterscheidet sich fundamental von der NHL. Es gibt keinen Salary Cap, was bedeutet, dass finanzstarke Clubs wie die Kölner Haie, die Eisbären Berlin oder die Adler Mannheim deutlich mehr in ihre Kader investieren können als kleinere Standorte. Diese finanzielle Ungleichheit erzeugt eine größere Vorhersagbarkeit an der Tabellenspitze und am Tabellenende – aber eine überraschende Volatilität im Mittelfeld, wo sechs bis acht Teams mit ähnlichen Budgets um die Playoff-Plätze kämpfen. Für Wetter ist dieses Mittelfeld das interessanteste Terrain: Die Quoten spiegeln die Tabelle wider, aber die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Mittelfeld-Teams schwankt von Woche zu Woche stärker als die der Spitzenteams.
DEL-Quoten im Vergleich: Margen und Verfügbarkeit
Hier kommt die unbequeme Wahrheit: DEL-Quoten sind schlechter als NHL-Quoten. Nicht dramatisch, aber spürbar genug, um den langfristigen Ertrag zu beeinflussen. Während die NHL einen Quotenschlüssel von 95 bis 97 Prozent bei den Top-Anbietern bietet, liegt die DEL typischerweise bei 90 bis 93 Prozent. Das bedeutet: Pro Euro Einsatz behält der Anbieter bei einer DEL-Wette mehr als bei einer NHL-Wette.
Warum ist das so? Der Grund liegt im Wettvolumen. Die NHL zieht weltweit genug Geld an, um die Margen eng zu halten und trotzdem profitabel zu sein. Die DEL bedient einen deutlich kleineren Markt – primär Deutschland, Österreich und die Schweiz. Weniger Volumen bedeutet höhere Margen, weil der Anbieter sein Risiko mit weniger Wetten decken muss. Für den Wetter heißt das: Sie brauchen einen stärkeren Informationsvorsprung, um die höhere Marge auszugleichen.
Die Verfügbarkeit variiert ebenfalls. Große internationale Anbieter listen DEL-Spiele zuverlässig, aber die Quoten erscheinen oft erst einen oder zwei Tage vor dem Spiel – bei NHL-Spielen stehen die Linien teilweise eine Woche im Voraus. Kleinere Anbieter lassen die DEL gelegentlich komplett aus oder bieten nur die Hauptmärkte an. Mein Rat: Vergleichen Sie vor jeder DEL-Wette die Quoten bei mindestens drei Anbietern. Die Unterschiede sind bei DEL-Spielen größer als bei der NHL, weil die Anbieter weniger Referenzpunkte haben und ihre Modelle stärker voneinander abweichen.
Ich habe bei einzelnen DEL-Spielen Quotenunterschiede von 15 Cent auf der Moneyline zwischen verschiedenen Anbietern gemessen – bei der NHL bewegen sich diese Differenzen im Bereich von 3 bis 5 Cent. Das macht systematischen Quotenvergleich bei der DEL nicht nur sinnvoll, sondern unverzichtbar. Über eine Saison mit 100 DEL-Wetten summieren sich diese Unterschiede zu einem erheblichen Betrag: Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 20 Euro und einer konsistenten Verbesserung der Quoten um 5 Cent pro Wette sprechen wir von einem Plus von 100 Euro allein durch bessere Quotenauswahl – ohne eine einzige Analyse-Verbesserung.
Ein weiterer Aspekt: Die Quotenbewegungen bei DEL-Spielen sind oft aussagekräftiger als bei NHL-Spielen. Weil weniger Geld im Markt ist, können einzelne größere Einsätze die Linie stärker bewegen. Wenn eine DEL-Quote sich in den letzten zwei Stunden vor dem Spiel um 10 Cent verschiebt, steckt dahinter häufig eine konkrete Information – ein Torhüterwechsel, eine Verletzung im Warm-up oder ein informierter Einsatz. Wer die Quotenbewegungen bei DEL-Spielen am Spieltag beobachtet, gewinnt ein zusätzliches Analysewerkzeug, das bei der NHL in dieser Form kaum existiert.
Verfügbare Wettmärkte für DEL-Spiele
Wer von der NHL kommt und DEL-Wettmärkte öffnet, erlebt einen Kulturschock. Statt dreißig oder mehr Märkten pro Spiel finden Sie bei der DEL oft fünf bis zehn. Die Grundausstattung steht: Siegwette (Zweiwege und Dreiwege), einfaches Handicap, Über/Unter auf die Gesamttorzahl. Das war es bei den meisten Anbietern.
Spieler-Props existieren bei DEL-Spielen praktisch nicht. Drittel-Wetten werden von einigen Anbietern angeboten, aber die Margen sind breiter als bei der NHL. Torschützenwetten – wer erzielt das erste Tor, wer trifft überhaupt – sind sporadisch verfügbar, aber nicht konsistent. Die Markttiefe nimmt in den Playoffs zu, wenn das öffentliche Interesse steigt und die Anbieter mehr Aufwand investieren.
Das klingt nach einem Nachteil, ist aber auch eine Chance. Wenn weniger Märkte verfügbar sind, konzentriert sich das Wettvolumen auf die Hauptmärkte. Das kann die Quoten in diesen Märkten verbessern, weil der Anbieter mehr Referenzdaten hat. Mein Ansatz für DEL-Wetten: Ich beschränke mich bewusst auf Siegwette und Über/Unter, weil dort die Datenlage am solidesten und die Margen am engsten sind. Handicap-Wetten nur bei klaren Favoritenkonstellationen, wo die Moneyline unter 1,30 fällt und der Handicap-Markt eine Alternative bietet.
Die Dreiwegwette verdient bei der DEL besondere Aufmerksamkeit. Während in der NHL die Zweiwegwette Standard ist, bieten bei der DEL mehrere Anbieter die Dreiwegwette mit dem Ergebnis nach regulärer Spielzeit an. Die Quoten auf das Remis nach 60 Minuten liegen in der DEL oft bei 3,50 bis 4,00, was bei einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von 25 bis 28 Prozent durchaus Value bieten kann. Wer die Erstes-Drittel-Strategie auf die gesamte reguläre Spielzeit ausweitet und gezielt auf Unentschieden nach 60 Minuten setzt, findet in der DEL ein größeres Quotenangebot als in der NHL, wo die Dreiwegwette weniger prominent beworben wird.
TV und Streaming: MagentaSport, DF1 und ihre Wettrelevanz
Warum interessiert mich als Wetter das Fernsehprogramm der DEL? Weil TV-Zugang direkt beeinflusst, wie gut ich ein Spiel beobachten und live bewetten kann – und weil die Medienentwicklung der DEL ein Indikator für das künftige Wettangebot ist.
MagentaSport ist der zentrale Streaming-Partner der DEL und überträgt alle Spiele live. Die Zahlen der Saison 2025/26 sind beeindruckend: 25,2 Millionen Zuschauer allein während der Hauptrunde – ein Wachstum von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum signalisiert den Wettanbietern: Das Interesse ist da, der Markt wächst, die Investition in DEL-Wettmärkte lohnt sich zunehmend.
Der Free-TV-Partner DF1 ergänzt das Bild. 22 Übertragungen in der Saison, insgesamt über 1,25 Millionen Zuschauer, durchschnittlich 57 000 pro Übertragung – ein Wachstum von 37,8 Prozent. Free-TV-Spiele haben für Wetter einen praktischen Vorteil: Sie sind ohne Abonnement zugänglich und eignen sich besonders für Live-Wetten, weil Sie das Spielgeschehen direkt verfolgen können, statt sich auf Datenfeeds zu verlassen.
Für die Wettstrategie heißt das konkret: Planen Sie Ihre DEL-Livewetten um die Übertragungszeiten herum. An Spieltagen mit MagentaSport-Zugang haben Sie optimale Bedingungen für In-Play-Wetten, weil Sie Momentum-Shifts, Torhüterleistungen und Powerplay-Situationen in Echtzeit beobachten können. An Tagen ohne Zugang verlassen Sie sich auf Textfeeds und Statistikupdates – was für Live-Wetten ein erheblicher Nachteil ist.
Die Medienentwicklung hat auch eine langfristige Wettbedeutung. Mehr Zuschauer bedeuten mehr Sponsoren, mehr Sponsoren bedeuten höhere Budgets, höhere Budgets bedeuten bessere Spieler und engere Ligen. Die DEL ist in einer Wachstumsspirale, die ihre Wettrelevanz mit jedem Jahr steigert. Wer jetzt lernt, die DEL als Wettmarkt zu lesen, positioniert sich für einen Markt, der in drei bis fünf Jahren deutlich tiefer, liquider und damit profitabler sein wird als heute. Die größten Renditen erzielen Wetter, die in einen Markt einsteigen, bevor er mainstream wird – und die DEL ist genau an diesem Punkt.
DEL-Playoffs: Wettmuster und Besonderheiten
Die DEL-Playoffs sind ein anderes Spiel – buchstäblich. Ich erinnere mich an eine Playoff-Serie, in der ein Tabellenfünfter den Erstplatzierten in fünf Spielen eliminierte. In der Hauptrunde wäre das undenkbar gewesen. In den Playoffs ist es die Norm, nicht die Ausnahme.
Die Auslastung in den DEL-Playoffs der Saison 2024/25 lag bei 96 Prozent – sechs Prozentpunkte über der Hauptrunde. Diese Atmosphäre verändert den Heimvorteil messbar. Teams, die in der Hauptrunde zu Hause solide, aber nicht dominant sind, spielen in den Playoffs vor ausverkauftem Haus auf einem anderen Level. Für Wetter heißt das: Die Hauptrunden-Heimvorteil-Daten sind in den Playoffs nur bedingt übertragbar. Die Playoff-Atmosphäre schafft einen Zusatzeffekt, den die Quoten nicht immer widerspiegeln.
Strukturell funktionieren die DEL-Playoffs als Best-of-Seven-Serien ab dem Viertelfinale, mit Pre-Playoffs als Best-of-Three. Die kürzeren Pre-Playoff-Serien sind besonders volatil – drei Spiele bieten kaum Raum für Regression, und der Überraschungseffekt ist hoch. Mein Ansatz: In den Pre-Playoffs halte ich die Einsätze klein und konzentriere mich auf Über/Unter-Wetten, weil die emotionale Intensität der kurzen Serien zu mehr Toren tendiert. Ab dem Viertelfinale steige ich auf Moneyline um, weil die längere Serie den besseren Teams Zeit gibt, ihre Klasse durchzusetzen.
Ein DEL-Playoff-spezifisches Phänomen: Torhüterleistungen schwanken in den Playoffs stärker als in der NHL. Die DEL-Torhüter haben weniger Playoff-Erfahrung als ihre NHL-Kollegen, und der Druckanstieg zeigt sich in inkonsistenteren Save Percentages. Das macht Torhüter-basierte Wetten riskanter, erhöht aber den Value bei Totals-Wetten, weil die erwartete Schwankungsbreite bei den Toren steigt.
Die Seriendynamik in den DEL-Playoffs unterscheidet sich ebenfalls von der NHL. In der NHL ist das Team mit Heimrecht in der Regel klar favorisiert, weil es vier von sieben möglichen Spielen zu Hause hat. In der DEL sind die Reisedistanzen so kurz, dass der Heimvorteil weniger durch Reiseermüdung und mehr durch die Hallenatmosphäre entsteht. Ein Team wie die Kölner Haie, das zu Hause vor über 18 000 Zuschauern spielt und auswärts in einer 4 000-Zuschauer-Halle antritt, erlebt den extremsten Kontrast in Europa. Diese Asymmetrie erzeugt Wettmöglichkeiten in den Einzelspielen einer Serie, die die Serienquote nicht vollständig abbildet.
DEL vs. NHL für Wetten: Wo liegen die Unterschiede?
Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: Soll ich auf die DEL oder die NHL wetten? Meine Antwort ist nuancierter, als die meisten erwarten.
Die DEL rangiert als drittbeste Eishockeyliga Europas, hinter der NHL und der schwedischen SHL. Diese Einordnung basiert auf den IIHF CHL Rankings und spiegelt sich in der Spielqualität wider: Die DEL bietet solides, taktisch anspruchsvolles Eishockey, aber die individuelle Klasse und die Kadertiefe erreichen nicht das NHL-Niveau. Wechseln Spieler von der DEL in die NHL, schaffen nur die wenigsten den Sprung in die Stammformation. Umgekehrt kommen regelmäßig NHL-erfahrene Profis in die DEL und heben das Niveau einzelner Teams spürbar an – ein Faktor, der für Wetter relevant ist, weil diese Transfers in den Quoten manchmal verspätet eingepreist werden. Für Wetter ist der Qualitätsunterschied insgesamt weniger relevant als der Informationsunterschied.
In der NHL sind die öffentlich zugänglichen Daten umfassend: Corsi, Fenwick, xG, Zone Entries, Shot Maps – alles verfügbar und von tausenden Analysten verarbeitet. Die Konsequenz: Der NHL-Markt ist effizient. Es ist schwer, einen Informationsvorsprung zu finden, weil so viele intelligente Wetter dasselbe Datenmaterial analysieren. In der DEL sieht das anders aus. Die öffentlich zugänglichen Statistiken beschränken sich auf Basisdaten: Tore, Assists, Schüsse, Strafminuten, Save Percentage. Advanced Stats existieren kaum. Das klingt nach einem Nachteil – ist aber ein Vorteil für Wetter, die bereit sind, eigene Daten zu erheben.
Der zweite entscheidende Unterschied betrifft die Quoteneffizienz. NHL-Quoten werden von einem globalen Markt geformt und sind deshalb eng. DEL-Quoten werden von einem kleinen Markt geformt und weisen größere Abweichungen zwischen den Anbietern auf. Diese Abweichungen sind Chancen. In meiner Erfahrung finde ich bei DEL-Spielen häufiger Quoten, die mein Modell als fehlerhaft identifiziert, als bei NHL-Spielen – obwohl mein NHL-Modell differenzierter ist. Die Ineffizienz des DEL-Marktes kompensiert teilweise den Informationsnachteil.
Der dritte Unterschied ist die Saisonstruktur. Die DEL-Saison umfasst 52 Hauptrundenspiele pro Team, die NHL 82. In der NHL entwickeln sich Formkurven über einen längeren Zeitraum und sind stabiler. In der DEL passiert alles komprimierter: Ein Formtief von fünf Spielen hat in einer 52-Spiele-Saison deutlich mehr Gewicht als in einer 82-Spiele-Saison. Für Wetter bedeutet das: Formanalyse-Fenster müssen in der DEL kürzer sein – ich arbeite mit einem rollenden Durchschnitt der letzten fünf statt der letzten zehn Spiele. Und Saisonstatistiken werden erst ab dem 20. Spieltag verlässlich, statt wie in der NHL ab dem 30.
Meine Empfehlung: Nutzen Sie beide Ligen, aber mit unterschiedlichen Ansätzen. Die NHL für datengetriebene Analyse mit Advanced Stats. Die DEL für informationsbasierte Wetten, bei denen lokales Wissen, Torhüterinformationen und Quotenvergleich den Unterschied machen. Die Kombination beider Ligen diversifiziert Ihr Portfolio und reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Markt.
Strategieansätze speziell für DEL Wetten
Was in der NHL funktioniert, funktioniert in der DEL nicht eins zu eins. Ich habe das auf die harte Tour gelernt, als ich mein NHL-Modell ohne Anpassungen auf die DEL übertragen habe und drei Monate lang systematisch daneben lag. Die Übertragung von Strategien erfordert Anpassungen, die auf den Eigenheiten der Liga basieren – und wer diese Eigenheiten versteht, findet einen Markt mit weniger Konkurrenz als in der NHL.
Die erste Anpassung betrifft den Heimvorteil. In der DEL ist der Heimvorteil ausgeprägter als in der NHL, weil die Reisedistanzen kürzer sind, aber die Hallenatmosphäre intensiver. Die Kölner Haie beispielsweise spielen vor durchschnittlich 18 112 Zuschauern – ein europäischer Rekord. In einer solchen Umgebung zu gewinnen, ist für jedes Auswärtsteam eine Herausforderung, die über die sportliche Qualität hinausgeht. Mein DEL-Modell gewichtet den Heimvorteil etwa zwei Prozentpunkte stärker als bei NHL-Spielen.
Die zweite Anpassung betrifft die Datenerhebung. Da Advanced Stats in der DEL nicht öffentlich verfügbar sind, erhebe ich eigene Basisdaten: Schüsse pro Drittel, Powerplay-Gelegenheiten, Strafminuten-Muster und Torhüterwechsel. Das klingt aufwendig, ist aber mit einer einfachen Tabelle in einer halben Stunde pro Spieltag machbar. Diese Eigendaten geben mir einen Informationsvorsprung gegenüber Wettern, die sich auf die Schlagzeilen und die Tabelle verlassen. Besonders wertvoll ist die Erfassung der Schussverteilung nach Dritteln – ein Team, das im dritten Drittel regelmäßig mehr Schüsse kassiert als produziert, hat ein Konditionsproblem, das sich in engen Spielen und besonders in Back-to-Back-Situationen als Schwäche materialisiert. Solche Muster erkennt man nur, wenn man die Daten selbst erhebt, weil die offiziellen DEL-Statistiken keine Drittel-Aufschlüsselung bieten.
Die dritte Anpassung betrifft die Spielselektion. In der NHL kann ich an einem Abend sechs bis acht Spiele analysieren und zwei bis drei bewetten. In der DEL gibt es pro Spieltag oft nur vier bis sieben Partien. Das zwingt zur Selektivität – und das ist gut so. Weniger Spiele bedeuten weniger Versuchung, auf Spiele zu setzen, die eigentlich nicht meinen Kriterien entsprechen. Meine DEL-Wettfrequenz liegt bei zwei bis drei Wetten pro Woche, konzentriert auf Spiele, bei denen Heimvorteil, Torhütersituation und meine eigene Datenerhebung zusammenspielen.
Die vierte Anpassung betrifft den Saisonverlauf. Die DEL hat klare Phasen mit unterschiedlichen Wettdynamiken. Zu Saisonbeginn, wenn die Kader sich finden und Import-Spieler sich an die kleinere Eisfläche gewöhnen, sind die Ergebnisse volatiler als im Rest der Saison. Ab dem 15. Spieltag stabilisieren sich die Muster. In der Abstiegszone spielt die Angst eine Rolle, die in der NHL nicht existiert – abstiegsgefährdete Teams verändern ihr Risikoprofil, was die Torzahl nach oben treibt und Über-Wetten attraktiver macht. In den letzten zehn Hauptrunden-Spieltagen, wenn die Playoff-Plätze vergeben werden, steigt die Intensität sprunghaft an, und die Unter-Seite bei Totals gewinnt an Value, weil Teams defensiver agieren, wenn jeder Punkt zählt.
Häufige Fragen zu DEL Wetten
Kann man auf die DEL Playoffs wetten?
Alle großen Wettanbieter mit deutscher Lizenz bieten DEL-Playoff-Wetten an. Die Markttiefe steigt in den Playoffs gegenüber der Hauptrunde: Neben Siegwette und Über/Unter werden häufig auch Drittel-Wetten und Seriensieger-Märkte verfügbar. Die Quoten erscheinen in der Regel 24 bis 48 Stunden vor dem Spiel.
Warum bieten manche Wettanbieter weniger DEL-Märkte als NHL-Märkte?
Das Wettvolumen in der DEL ist deutlich geringer als in der NHL. Weniger Volumen bedeutet höheres Risiko für den Anbieter bei Spezialmärkten, weshalb viele Anbieter sich auf die Hauptmärkte beschränken. Mit steigendem Zuschauerinteresse und wachsenden Medienzahlen verbessert sich das Angebot schrittweise.
Wie zuverlässig sind DEL-Statistiken für Wettanalysen?
Die öffentlich verfügbaren DEL-Statistiken umfassen Basisdaten wie Tore, Assists, Schüsse und Save Percentage. Für eine solide Wettanalyse reichen diese Daten als Grundlage, erfordern aber eigene Datenerhebung bei fortgeschrittenen Metriken. Advanced Stats wie Corsi oder Expected Goals sind in der DEL nicht standardmäßig verfügbar, was eigene Recherche belohnt.